Die Kelten in Stammheim

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So lebten die Kelten in Stammheim

Im Bereich Tasman-, Rasmussen- und Nobileweg und unter dem Lärmschutzwall südwestlich des Scottwegs hatten die Kelten ca. 500-450 v. Chr. zwei weilerartige Siedlungen angelegt, die zum Herrschaftsgebiet der Keltenfürsten auf dem Hohenasperg gehört haben.

Das Bild dieser Weiler war geprägt von einigen Postenhäusern und mehreren kleinen Zweckbauten (sogenannte Grubenhäuser), in denen bestimmte Arbeiten ausgeführt wurden oder die der Lagerung von Gütern dienten. Ein Grabensystem könnte die beiden gleichzeitig bewohnten Weiler getrennt haben.

Die Bewohner der Siedlungen lebten von der Landwirtschaft und der Viehzucht; die Jagd spielte nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Überreste der Kelten

Die Überreste der beiden Siedlungen- im Boden eingelassene Grubenhäuser von verschiedener Form und Grüße sowie Vorratskammern und Kellergruben der großen Pfostenhäuser, die auch als Abfallgruben Verwendungen fanden, wurden bei der Überbauung von Stammheim-Süd entdeckt und 1984-1988 ausgegraben. Zahlreiche Fundgegenstände wie Bronzeschmuck, Scherben von Tongefäßen und andere Gegenstände des häuslichen Gebrauchs wurden dabei geborgen.

Die Bewohner der beiden Siedlungen haben ihre Toten sehr wahrscheinlich in den Grabhügeln im Withau, die heute noch zu sehen sind, bestattet.

Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur zu dem Thema Keltenfunde sind in der Veröffentlichung „Zeitgenossen des Gletschermannes am Mittleren Neckar“ die Siedlungen von Stuttgart Stammheim und Mühlhausen. ISBN Nr. 978-3-927714-94-6 nachzulesen.